Archiv: Aktuelles 2008
Ende Dezember 2008: "Aussergewöhnlich wohltätiges Werk"
Das 75-Jahrjubiläum hätte im ausklingenden
Jahr 2008 die Staatliche Schlichtungsstelle
für Mietstreitigkeiten zu feiern gehabt.
Leider hat der Kanton dies unerwähnt
gelassen. Interne Angaben belegen, dass
einzelne "Pressure groups" im Kanton diese
Schlichti eher als lästig empfinden. Beides
sind keine guten Omen für die Mietbewegung
und den sozialen Frieden im Stadtkanton.
>> Mediencommuniqué des MV Basel vom 27.12.2008 (PDF)
>> "Basler Zeitung" vom 30.12.2008: "Zum Jubiläum das übliche Geplänkel" (PDF)
9./10. Dezember 2008: Energieeffizienz nicht ohne Mieter/innen
Ökologische Sanierungen dürfen nicht zu
unzumutbaren Situationen und
Kosten für die Mietparteien führen. Der MV
Basel verlangt daher,
geeignete soziale Massnahmen ins neue
Energiegesetz zu nehmen und schlägt eine
Reihe von Massnahmen vor. Dass er
hierzu vom Baudepartement nicht einmal
angehört wird, hält er für
sozialpolitisch falsch.
>> Mediencommuniqué des MV Basel vom 09.12.2008 (PDF)
>> Interview mit Beat Leuthardt vom 09.12.2008 auf "baz.online"
>> Beitrag auf Sendung 7vor7 vom 09.12.2008 auf "TeleBasel" (2. Betrag nach den Nachrichten)
>> Basler Zeitung vom 10.12.2008: "Mieterverband pocht auf eine Anhörung" (PDF)
19. November 2008: Kantonalbank-Entscheid darf nicht verpuffen
Nur unter Einbezug der Mieterseite schafft
die heutige Hypothekarzinssenkung der Basler
Kantonalbank einen optimalen
volkswirtschaftlichen Nutzen. Deshalb sollten
Banken und Investoren nun endlich die
Billigsanierungen stoppen und stattdessen das
günstigere Hypogeld in energieeffiziente
Sanftsanierungen fliessen lassen. Zugleich
sollten Mietzinserhöhungen ab sofort tabu
sein und, falls schon erfolgt, zurückgenommen
werden.
>> Mediencommuniqué des MV Basel von heute
4. November 2008: Mieter/innen leiden unter steigenden Mieten
Klares Resultat gegen die Mietzinspolitik der staatlichen Liegenschaftsverwaltung IBS: Deren Entscheid, die Mieten wegen der erhöhten Hypothekarzinssätze im maximalen Umfang anzuheben, stösst in einer der heute üblichen Winz-Umfragen auf krasse Ablehnung. 82 Prozent sagen Nein, nur 18 Prozent befürworten diese Mietzinsanstiege.
>> Basler Zeitung vom 04.11.2008, Umfrageergebnis (PDF)
3. November 2008: Eigengoals der Vermieterseite
«Mieten steigen trotz Finanzkrise», titelt die «Basler Zeitung» (BaZ). Sie scheint die Mietzinserhöhungen, welche die staatliche Liegenschaftsverwaltung (IBS) eben angekündigt hat, angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise als falsches Signal zu empfinden.
Jedenfalls öffnet sie ihre Spalten ausgiebig der differenzierten Kritik, die Patrizia Bernasconi vom MV Basel am staatlichen Vorgehen übt. «Die Immobilien Basel-Stadt müssten mit gutem Beispiel vorangehen», meint die MV-Geschäftsleiterin: « Zurückhaltung wäre angsichts der Finanzkrise, aber auch der massiv gestiegenend Ölpreise oder der steigenden Krankenkassenprämien angebracht.»
Doch die IBS seien «in ihrer eigenen Spekulationsblase gefangen», die Neubewertung der staatlichen Immobilien nach der Discounted Cash Flow-Methode erlaube keine soziale Mietzinsgestaltung mehr, sondern es entstehe «höchster Renditedruck», wird Patrizia Bernasconi zitiert.
Demgegenüber tritt die Hauseigentümerseite in diverse Fettnäpfchen. Den für die Mieten massgeblichen Hypozinssatz soll gar weiter erhöht werden, wird der Geschäftsführer des Hauseigentümerverbands Basel-Stadt zitiert, der ausserdem dafür plädiert, Hypozinsschwankungen nur nach oben voll weiterzugeben, nicht aber nach unten. Ähnlich auch die «Bâloise»-Sprecherin: Hypothekarzinssenkungen würden nicht automatisch weitergegeben; vielmehr würde eine Anpassung des Mietzinses nach unten bloss «auf Antrag des Mieters geprüft».
>> Basler Zeitung vom 03.11.2008: "Verbände feilschen um Mietzinse" (PDF)
>> Basler Zeitung vom 03.11.2008: "Mieten steigen trotz Finanzkrise" (PDF)
31. Oktober 2008: MV für Medien erste Anlaufstelle bei Miet- und Wohnproblem
Im samstäglichen Wohlfühlteil «spezial home» der «Basler Zeitung» (BaZ) wird MV-Rechtsexperte Peter Steiner ausgiebig zitiert zu Fragen von Lärm- und anderen Immissionen beim Wohnen. Als erste Referenz und Anlaufstelle bei Miet- und Wohnfragen wird im Dienstleistungs-Index ebenfalls der MV Basel angegeben.
28. Oktober 2008: Von der BaZ geadelt (I)
Geadelt wird erneut die Mietwohnschutzinitiative bzw. deren gutes Abschneiden vor Monatsfrist. «Es fände sich», heisst es im «Tagesthema» der «Basler Zeitung» (BaZ) zum Kinderspital-Areal, «derzeit politisch keine Mehrheit für einen Verkauf des Areals und den Bau von Luxuswohnungen. Dies belegt die überraschend hohe Zustimmung von fast 40 Prozent zur abgelehnten radikalen Mieterschutzinitiative des Basler Mieterverbands am 28. September», schreibt der Leiter der BaZ-Stadtredaktion.
>> Basler Zeitung vom 28.10.2008: "Ein Areal mit Symbolcharakter" (PDF)
28. Oktober 2008: Von der BaZ geadelt (II)
Früher getadelt, heute geadelt: Die Lektüre der «Basler Zeitung» (BaZ) ist am heutigen Tag um Vieles erfreulicher als noch in der Ära vor der Mietwohnschutzinitiative. So wurde die unsere Kampagne einen Monat nach der Abstimmung nochmals lobend erwähnt. «Als der Basler Mieterverband vor Kurzem für seine Mieterschutz-Initiative kämpfte, konnte er Ex-FCB-Goalie Marcel Kunz für das Anliegen gewinnen», schreibt ein Mitglied der BaZ-Chefredaktion, und weiter: «Gut möglich, dass das eine oder andere Ja auf die Kappe von Kunz ging, der für die Initiative warb.» Der legendäre Sportler sei für viele glaubwürdig gewesen, während man «Politikern, Managern, Medienschaffenden» heutzutage nicht mehr richtig traue.
23./24. Oktober 2008: Hochaktuelle neue Basler Wohn-Plattform
Die neue Wohn-Plattform «Wohnen für alle» wird öffentlich präsentiert. Zusammen mit weiteren Fachleuten haben drei «Schwergewichte» des MV Basel daran prägend mitgearbeitet. Die neue Plattform prangert die Verdrängung finanzschwacher Bevölkerungsgruppen an, entwickelt neue Denk-Ansätze und will zur breiten Diskussion anregen. Gerade angesichts der aktuellen Finanzkrise und der drohenden Weltwirtschaftskrise ist die Plattform hochaktuell.
>> Basellandschaftliche Zeitung vom 24.10.2008: "Gegen die Wohnungsnot" (PDF)
>> Basler Zeitung vom 24.10.2008: "Kritik an Basler Wohnpolitik" (PDF)
4. Oktober 2008: Gute Tipps zu ambivalenter Energiesanierung
Auf die Unterstützung des MV Basel bei
problematischen Sanierungen von
Mehrfamilienhäusern verweist die "Basler
Zeitung" in ihrem Dienstleistungsteil
"spezial home". Sie gibt Hinweise auf unsere
"Gruppenfälle" ("Sammelklagen") und fordert
die Mieter/innen zum raschen und überlegten
Reagieren bei anstehenden Sanierungen auf.
Dazu schildert die "Basler Zeitung" eine
Energiesanierung an der Gartenstrasse, die
aus Architektensicht geglückt ist und die
Zeitung als "gute Sanierung" bezeichnet.
Allerdings zeigt sich dabei die ganze
Ambivalenz solcher Energiesanierungen,
angefangen bei der Verdrängung der
angestammten Mietparteien aus ihren
Mietwohnungen bis hin zur technischen
Problematik einer vernünftigen
Luftzirkulation bei einem wärmegedämmten
Haus.
>> Kasten (Unterstützung durch MV Basel) und Beitrag Energiesanierung in der "Basler Zeitung" (PDF)
30. September / 1. Oktober 2008: Weiteres Wohlwollen und Bestreitungen
Ausgiebig kommt die Position des MV Basel in der "Basellandschaftlichen
Zeitung" vom Dienstag zum Ausdruck, Titel: "Keine Chance gegen die
'Nein-Phalanx'". Die Initiative sei "harmlos" und keineswegs extrem
gewesen. Man bezweifle, dass tatsächlich Arbeitsplätze und Bauaufträge
verloren gegangen wären, wie die Gegenseite monierte, wird
MV-Kampagnenleiter Beat Leuthardt weiter zitiert. Ganz allgemein werden
die Positionen des MV korrekt dargestellt.
>> Beitrag zur Mietwohnschutz-Initiative in der "Basellandschaftlichen Zeitung" (PDF)
Die Strategie des Totschweigens unserer berechtigten
Mieterschutzanliegen, wie sie in der Initiative zum Ausdruck kommt, geht
weiter. Die Immobilienfirmen verzichten, wie der "Basellandschaftlichen
Zeitung" zu entnehmen ist, auf Aussagen zu unserer Initiative und zur
Folge ihrer Ablehnung sowie unseres Achtungserfolgs.
Diese Strategie verfolgt die Immobilienseite schon seit Jahren. Dies war
denn auch einer der Gründe für uns, die Mietwohnschutzinitiative zu
lancieren und ihre Formulierungen derart gründlich auszuarbeiten.
Ein Sozialpartner, der sich permanent dem Gespräch verweigert, muss sich
undemokratisches Vorgehen vorwerfen lassen. Er drückt damit zugleich ein
Stück Verachtung gegenüber seiner Klientel - den viel Geld zahlenden
Mieterinnen und Mietern - aus.
Zur Verfügung stand der Tageszeitung somit einzig Andreas Zappalà,
Geschäftsführer des Hauseigentümerverbands Basel-Stadt (HEV). Dessen
Aussagen sind allerdings für die Einschätzung der aktuellen Lage rund um
die Initiative nur von eingeschränkter Bedeutung. Denn der HEV vertritt
traditionsgemäss eher die "kleineren" Hauseigentümer/innen und
Vermieter/innen. Auf diese zielt die Initiative aber nicht, besagt sie
doch ausdrücklich, dass "der faire Vermieter nichts zu verlieren" habe.
Eindeutig zielt die Initiative auf die institutionellen Anleger, die -
siehe oben - das Gespräch weiterhin verweigern.
Natürlich sagt Andreas Zappalà, seiner Rolle gemäss, in etwa allen
Positionen das Gegenteil zu unseren Positionen.
>> Beitrag HEV in der "Basellandschaftlichen Zeitung" (PDF)
28./29. September 2008: Viel Wohlwollen in den Medien
Bereits in der "Basler Zeitung" vom Montag hat Stadtressort-Chef Patrick
Marcolli anerkennend erwähnt, dass die MV-Initiative "von immerhin fast
40 Prozent der Stimmenden unterstützt" worden sei. Dies sei, meint der
unserem Anliegen bekannt skeptische Marcolli "etwas weniger deutlich als
vielerorts prognostiziert" und deshalb "ein kleiner Achtungserfolg für
den Basler Mieterverband", fügt dann allerdings bei: "Mehr aber nicht."
In seinem Kommentar macht Marcolli geltend, die 61 Prozent Nein-Stimmen
bedeuteten einen "Vertrauensbeweis in den bestehenden Mieterschutz" -
eine ziemlich gewagte Behauptung, nebenbei gesagt.
Immerhin gibt die "Basler Zeitung" unserem Anliegen für Mietfragen
ungewohnt viel Raum und zitiert auch korrekt die Befürchtungen von
MV-Co-Geschäftsleiter Beat Leuthardt. Dieser spreche von einer
"Angstkampagne" der Nein-Phalanx, sehe "nun 'eine Abbruch- und
Sanierungswelle' auf die Stadt zukommen" und hege andererseits "die
Erwartung, dass vor allem das neugewählte Regierungsmitglied Christoph
Brutschin (SP), dr ehemals im Vorstand des Mieterverbands war, nun eine
mieterfreundlichere Politik in den Regierungsrat tragen werde als es
auch Leuthardts Sicht die beiden abtretenden Exekutivmitglieder Barbara
Schneider und Ralph Lewin (beide SP) getan hätten".
>> Beitrag zur Mietwohnschutz-Initiative in der "Basler Zeitung" (PDF)
Noch am Sonntag liess "telebasel" den MV-Kampagnenleiter Beat Leuthart
ausgiebig zu Wort kommen. Leuthardt äusserte dabei die Befürchtung, dass
angesichts der unguten Tendenzen auf dem Wohnungsmarkt einige
Mieter/innen, die diesmal nicht Ja gestimmt hätten, dies später bereuen
könnten, weil sie womöglich selber stärker betroffen sein werden.
>> Sendung 7vor7 vom 28.09.2008 von "telebasel"
Ohne Reflexion bleibt erstaunlicher Weise "onlinereports". Redaktor
Peter Knechtli, der sonst stets um präzise Analysen bemüht ist, bleibt
völlig uninspiriert und erreicht mit seiner Worthülse ("deutliche
Ablehnung") für einmal nicht den angestrebten Qualitätsjournalismus.
"onlinereports" wird von einzelnen Gratisblättern hinter sich gelassen,
so von "Punkt ch", das den Mieterinnen- und Mieterverband wenn auch
kurz, so doch fair zu Wort kommen lässt.
>> News-Beitrag zum Abstimmungswochenende auf "onlinereports"
28. September 2008: Grosser Achtungserfolg trotz Nein-Mehr
Grosser Erfolg trotz Nein: Diese - trotz
allem - sehr positive Folgerung zieht der MV
Basel aus der 3 1/2-jährigen Kampagne für die
Mietwohnschutzinitiative.
Es ist keineswegs eine "Abfuhr" oder
"Schlappe", wie die Nein-Phalanx es der
Mietbewegung prophezeit hatte. Gegenteils
holte der MV verglichen mit seiner
Mitgliederzahl das Dreifache an JA-Stimmen.
Zugleich hat die Initiative faktisch während
zwei Jahren Abbrüche verhindert. Und das
Abbruchgesetz, welches verhindert, das ein
Bauherr nach Belieben abreissen kann, was
immer er will, konnten wir gegen erbitterten
Widerstand innerhalb der Behörden bis heute
retten. Ohne unsere Initiativkampagne wäre
das Gesetz heute bereits abgeschafft. Auf
Grund des Achtungserfolgs meinen wir, dass
diese Gesetzesabschaffung jetzt vom Tisch
sein muss.
Gegen die Angstkampagne der Nein-Phalanx
bestehend aus Grossinvestoren, Gewerbeverband
und Spitzen der meisten Parteien wäre ein
JA-Mehr wohl nicht zu erreichen gewesen.
"Jetzt erst recht!" ist nun die gemeinsame
Devise von MV Basel und Mietbewegung.
Wichtigstes Ziel wird sein, die ab heute
drohende Abbruchwelle zu verhindern. Daneben
gibt es eine Reihe weiterer künftiger
Anliegen, so ein für Umwelt und Mieterseite
deutlich verbessertes ökologisches
Wohnbauförderungsprogramm,
Gratis-Mietgerichte und die Stärkung
bedrohter Einrichtungen wie die kantonale
Wohnbauförderung und die Staatliche
Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
>> Sonderbeilage "mieten & wohnen" vom Oktober 2008 (PDF)
26. September 2008: Etwas mehr Verständnis bei den Evangelischen
Deutlich mehr Verständnis für die Anliegen
unserer Mietwohnschutzinitiative als die
Grünliberalen zeigt die altehrwürdige EVP.
Auch wenn sie ebenfalls zu einer
Nein-Empfehlung kommt, so ist doch immerhin
zu erkennen, dass die EVP - im Unterschied zu
anderen Parteien - sich einige Gedanken zu
den Problemen auf dem Mietwohnmarkt gemacht
hat.
>> Beitrag von EVP-Vorstandsmitglied Heinrich Mahler im "Baslerstab" (PDF)
24. September 2008: Klage gegen
"Baslerstab" beim Presserat
Vergebliche Bemühungen der Initianten, den
"Baslerstab" zur Richtigstellung der von ihm
am Montag veröffentlichten falschen
Behauptungen (siehe Eintrag vom Montag, 22.
September 2008).
Trotz unserer intensiven Nachfrage verweigert
es uns der "Baslerstab"-Chefredaktor, die
falschen Tatsachen in seiner Zeitung noch
rechtzeitig vor dem Abstimmungstermin
richtigstellen zu lassen.
Genau wissend, dass die nach Gesetz
erforderliche Gegendarstellungsklage nicht
mehr rechtzeitig greifen würde, verweigert er
eine Korrektur unter zynischem Hinweis
darauf, man könne an einem folgenden Montag
selber Stellung beziehen. (Der nächstmögliche
Montag wäre der Tag nach der Abstimmung ...)
Dem MV als Vertreter der Mietbewegung bleibt
nichts weiter übrig, als gegen den
"Baslerstab"-Chefredaktor - der schon bei
anderen Gelegenheiten durch sein eher
eigenwilliges Verständnis von
journalistischer Fairness aufgefallen ist -
beim Schweizerischen Presserat Klage zu
erheben.
22. September 2008: Falsche
Behauptungen der Grünliberalen
Schon zu Beginn ihrer Basler
Parteientätigkeit sind die Grünliberalen
entgleist. In ihrer (ablehnenden)
Stellungnahme zur Mietwohnschutzinitiative
machen sie falsche Behauptungen.
Falsch ist es zu behaupten, bei einem Ja zur
Initiative müssten Liegenschaften "zu
demselben Mietpreis angeboten werden wie vor
der Sanierung". Richtig ist gemäss § 8 des
Initiativtexts, dass der sanierende Vermieter
einen Spielraum nach oben hat bis zu einem
Drittel über den statistischen Durchschnitt.
Bei energetischen Sanierungen gilt dies
gemäss § 9 sogar noch verstärkt.
Ebenfalls falsch ist es zu behaupten, es
dürften "Renovationskosten nicht mehr auf den
Mietzins abgewälzt werden". Richtig ist, dass
solche Kosten gemäss § 8 in ihrem echten Mass
weiterhin überwälzt werden dürfen.
Nur wer schon vor einer Sanierung spekulativ
zu hoch liegt, darf bei einem Ja nicht noch
weiter erhöhen. Solcher Missbrauch wird durch
die Mietwohnschutzinitiative tatsächlich
erschwert. Indessen hat der anständige und
faire Vermietre von einem Abstimmungs-Ja
nichts zu befürchten.
>> Beitrag mit dem falschen Zitat von Eva-Maria Hodel im "Baslerstab" (PDF)
22. September 2008: 6 Jahre Erfolg mit unserem Rosental-Referendum
Vor sechs Jahren gewann der MV Basel das
denkwürdige Referendum gegen den geplanten
Abbruch der Rosentalhäuser hinter dem
Messeturm. Dies ist ein grosser Erfolg für
die Mietbewegung.
Noch immer führen leider die Baubehörden
unter Departementsvorsteherin Barbara
Schneider juristische Schikanen ins Feld.
Dabei werden sowohl der Volks- wie auch ein
Grossratsentscheid missachtet. Beide
verpflichten Barbara Schneider, die guten und
günstigen Wohnhäuser zu erhalten.
Die leidigen Erfahrungen mit dem schnöden
Vorgehen des Grossinvetors "Zurich Financial
Service" gegenüber den Rosentalhäusern
bildete eine der Anlässe für den MV Basel,
die Mietwohnschutzinitiative zu lancieren,
über welche derzeit (und noch bis zum 28.
September 2008) abgestimmt wird.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
>> www.keinabbruch.ch
18./19. September: Falsche Angaben der Gegner korrigiert
Der unvermeidliche Nein-Beitrag auf der
Leserbriefseite der "Basler Zeitung" ist
ziemlich dünn und dürftig ausgefallen. Das
Fazit des Auftragschreibers und
CVP-Hinterbänklers Paul Rüst, die von uns
verlangte Bewilligungspflicht für
Wohnungssanierungen überfordere den
Vermieter, zirkuliert in Mieterkreisen
bereits als Bonmot.
Leider bewegt sich der Anwalt auch unter der
Gürtellinie. Er zitiert unseren Initiativtext
falsch und gibt dadurch vor, der Vermieter
könne bei Annahme unserer Initiative keinen
durchschnittlichen Mietzins mehr erzielen.
Richtig ist, dass der Initiativtext dem
sanierenden Vermieter einen Mietzins
zugesteht, der sogar bis zu einem Drittel
über dem statistisch erhobenen Durchschnitt
liegt.
Schade, dass die Gegner mit Unwahrheiten
operieren müssen.
>> Beitrag mit dem falschen Zitat von Anwalt Paul Rüst in der "Basler Zeitung" vom 18. September 2008
>> Faktische Gegendarstellung des MV in der "Basler Zeitung" vom 19. September 2008
17. September: Der Mittelstand stimmt JA
Ein JA für unsere Mietwohnschutzinitiative
nutzt auch dem Mittelstand. Dies ist das
Fazit eines Gastbeitrags des MV-Sprechers
Beat Leuthardt in der "Basler Zeitung". Der
faire und korrekte Vermieter hat dabei nichts
zu befürchten, wohl aber jener Grossinvestor,
der Wohnqualität mit eigenem Profit
verwechselt.
>> Beitrag von MV-Sprecher Beat Leuthardt in
der "Basler Zeitung"
14. September 2008: MV-Grosserfolge in Grossratswahlen
Mit Superresultaten sind die Patrizia Bernasconi, Dr. Jürg Meyer und
Heidi Mück in den Grossen Rat wiedergewählt worden.
Die drei Bisherigen stehen dem MV und der Mieterbewegung nahe und wurden
von uns lebhaft unterstützt. Somit wird die Mieterbewegung auch künftig
eine gewichtige Stimme im Kantonsparlament besitzen. Die drei werden
ihre Sitze wie bisher ganz in den Dienst der fairen Behandlung der
Wohnungsmieterinnen und Wohnungsmieter stellen.
Die Wiederwahl war nicht selbstverständlich, konnten doch wegen der
verfassungsmässigen Verkleinerung der Gesamtzahl an Sitzen (von 130 auf
100) im Grossen Rat längst keine der Bisherigen mit einer Wiederwahl
rechnen.
Unter diesen Umständen ist auch der dritte Nachrückendenplatz von Beat
Leuthardt als Achtungserfolg für die Mieterbewegung zu werten.
Im Namen der erfolgreichen MV-Kandidat/innen bedankt sich der
Mieterinnen- und Mieterverband bei allen Wählenden, die die Wichtigkeit
einer starken Mieterfraktion im Grossen Rat erkannt und über alle
Parteigrenzen hinweg auf unsere engagierten Leute gesetzt haben.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
14. September 2008: MV-Mitglied Brutschin gewählt
Der MV Basel ist erfreut über die glanzvolle Wahl seines früheren
Vorstandsmitglieds Christoph Brutschin zum Regierungsrat. An dieser
glanzvollen Wahl fühlt sich der MV auf Grund seiner Wahlempfehlung
"mitschuldig".
Zuversichtlich erwartet die Mieterbewegung nun Brutschins tatkräftige
Unterstützung bei ihren Kernanliegen, so dem Abbruchschutz im geltenden
Gesetz für preisgünstige Wohnungen (GAZW) sowie der Rettung der
Wohnbauförderung.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
12./13. September 2008: Strassenaktionen
Erneut mehrere Strassenaktionen! Mehrere
Strassenaktionen mit "gewöhnlichen"
Mieter/innen sowie mit direkt Betroffenen und
mit Vorstandsmitgliedern brachte der MV Basel
auch an diesem Wochenende wieder zu Stande.
So waren allein am Freitag am Schützenhaus,
in der Breite, am Clara-Europe und im
St.Johann Mieter/innen anzutreffen, welche
selber eine unfaire Sanierung hinter oder vor
sich haben und die daher genau wissen, warum
JA gestimmt werden muss für einen besseren
Schutz der Mieter/innen. Und auch am Samstag
waren wir wieder präsent.
Das Echo der Passant/innen war durchs Band
weg positiv. Es zeigt sich: Der "gewöhnliche
Mieter" macht sich Sorgen um die überhöhten
Mieten, über Billigsanierungen und über die
allgemeine Ungerechtigkeit auf dem
Wohnungsmarkt.
Bereits am Wochenende zuvor waren mehrere
Strassenpräsenzen des Mieterinnen- und
Mieterverbands möglich. Und auch an den
beiden nächsten Wochenenden bis zur
Abstimmung zeigen wir uns wieder voll präsent
auf der Strasse. Zusätzliche Unterstützung
ist dabei stets erwünscht. Wer 1 bis 2
Stunden für unsere gemeinsame Sache einsetzen
will, teile uns dies bitte mit unter:
engagement@mvbasel.ch.
2./3. September 2008: Verunsicherungstaktik schlägt fehl
Einen wenig überzeugenden Eindruck
hinterlässt das eilends zusammengewürfelte
Komitee, das ein starkes Nein zu unserer
Initiative JA zu einem besseren Wohnschutz
für Mieterinnen und Mieter anstrebt. Die
darin vertretenen Grossimmobilienkreise
bringen die gewohnten Einwände; sie wollen im
Wesentlichen frei (um-) bauen, nicht von den
(zahlenden) Mieterinnen und Mieter
"behindert" werden und über die
Sozialpflichtigkeit des Wohneigentums am
liebsten nicht sprechen.
Demgegenüber scheint es
Genossenschaftskreisen nicht ganz wohl zu
sein, ja es scheint eine gewisse Furcht vor
den eigenen Genossenschafter/innen zu geben,
lautet doch ihr Argument, sie möchten sich
bei Sanierungen nicht - wie in unserer
Initiative vorgesehen - durch die eigenen
Leute dreinreden lassen.
Am eigenwilligsten treten indes jene auf, die
Gerüchte kolportieren, die offensichtlich ins
Leere stossen. Der Versuch, die
Mieterbewegung zu entzweien, kann nicht
gelingen angesichts des enormen
Leidensdrucks, dem Tausende Mieter/innen in
Basel unterworfen sind, weil die
Grossinvestoren als Eigentümer immer
rücksichtslosere Profitsanierungen
durchziehen.
Dass der Mittelstand darunter immer mehr
leidet, ist - mit Ausnahme von BastA! und
Neuer PdA - noch nicht zu den
parteipolitischen Chefetagen durchgedrungen.
>> Beitrag über das Komitee Nein zum JA zu
einem besseren Wohnschutz für Mieterinnen und
Mieter in der "Basler Zeitung"
>> Ergänzender Beitrag, der die gestreuten Gerüchte korrigiert
27. August 2008: JA des VPOD zum Schutz vor ungewollten, mietzinssteigernden Sanierungen
Weitere Unterstützung für die
Mietwohnschutzinitiative erreicht den MV
Basel. Für ein JA plädiert die Gewerkschaft
VPOD beider Basel. Sie sieht die Vorteile der
Initiative im "vermehrten Schutz vor
ungewollten, mietzinssteigernden Sanierungen,
die in MieterInnenkreisen für zunehmende
Verunsicherung sorgen". Dafür müssten "auch
einige zusätzliche Regulierungen in Kauf
genommen" werden. Die Argumente der Gegner,
die ein Bewilligungsverfahren mit einem
Verbot gleichsetzen, hätten, so heisst es im
VPOD-Communiqué, bei den vpod-Delegierten
nicht verfangen.
>> Mediencommuniqué des VPOD beider Basel (PDF)
26. August 2008: JA der Neuen PdA und Warnung vor Beseitigung sozialpolitischer Leitplanken
JA zur Mietwohnschutzinitiative sagt die Neue
PdA. Das JA sei eine "Verbesserung der Rechte
der MieterInnen" und verhelfe zu einer
"bescheidenen Missbrauchskontrolle". Darüber
hinaus gehe es darum, "der
Immobilienspekulation nicht weiter Tür und
Tor zu öffnen". Das erklärte Regierungsziel,
reiche Steuerzahler anzulocken, habe "bereits
zu unnötigen Wohnsanierungen geführt und
notwendige Sanierungen zu eigentlichen
'Mietzinssanierungen' umfunktioniert",
schreibt die Neue PdA weiter. "Mit der
Rücknahme des vom Volk erkämpften Rechts in
den 70er und 80er Jahren, sich gegen
ungerechtfertigte Abbrüche wehren zu können,
werde die letzte Leitplanke für eine
sozialpolitische Wohnungspolitik beseitigt"
und
das "Diktat der Immobilienspekulanten" sowie
der Chemie- und Bankenkonzerne durchgesetzt,
schreibt die Neue PdA.
>> Mediencommuniqué der Neuen PdA (PDF)
26. August 2008: Gegenkampagne
Wie zu erwarten lancieren nun die
millionenschweren Immobilien-Investorenkreise
ihre Kampagne gegen die Anliegen des Miet-
und Wohnschutzes. Dafür haben sie sich den
redaktionellen Teil des "Baslerstab"
ausgewählt. Glaubt man den Lobbyisten der
Hauseigentümerseite, so geht Basel nach
Annahme unserer Initiative JA zu einem
besseren Wohnschutz für Mieterinnen und
Mieter langsam unter bzw. "verslumt".
Abgesehen davon, dass der Begriff "verslumen"
auf ganz andere Nöte hinweist und in diesem
Zusammenhang von vorneherein keine
Berechtigung hat, trifft er in der Sache
nicht zu. Dies richtigzustellen ist unserer
MV-Geschäftsleiterin und Grossrätin Patrizia
Bernasconi vorbehalten. Sie kann in derselben
Ausgabe des "Baslerstab" die Dinge wieder
zurechtrücken und wenigstens ein paar der von
den Neinsagern vorgebrachten pauschalen
Argumente entkräften.
>> Baslerstab vom 26.08.2008, Seiten 1 und 3 (PDF)
19./21. August 2008: Grüne Initiative
Die Mietwohnschutzinitiative ist auch eine grüne Initiative. Dies halten MV-Präsidentin Kathrin Bichsel sowie die MV-Grossrät/innen
Kathrin Bichsel, Patrizia Bernasconi, Dr. Jürg Meyer und Heidi Mück fest. In § 10 des Initiativtexts finden sich viele konkrete Aspekte dazu.
Heute kann jeder Eigentümer so sanieren, wie
es ihm passt. Das macht er vorwiegend zur
Erhöhung der Mieten ohne entsprechenden
Mehrwert für Umwelt und betroffene
Mietparteien. Noch die schönsten staatlichen
Energieeffizienzprogramme bleiben zahnlos,
wenn der Eigentümer dies nicht will. Oder,
noch schlimmer, wenn er die staatlichen
Subventionen zwar abholt, aber eine sinnlose
Küchen-Bad-Billigsanierung noch oben
draufdeckelt. Auf solche Weise werden
Mieter/innen heute doppelt mit
Mietzinserhöhungen "bestraft".
Unsere MV-Initiative ist so sorgfältig
formuliert, dass dies verhindert wird.
Energieeffizienz bei Sanierungen wird
unterstützt, Billigprogramme um des reinen
Profits willen werden abgelehnt. Eine
einfache Bewilligungspflicht soll dies
regeln. Eine solche Bewilligungspflicht ist
nichts Monströses, sondern bestens bekannt im
Alltag, wo jeder Glacéverkäufer, jedes
Marronimännli und jeder Boulevardbeizer die
kleine Formalität einer Bewilligung erledigen
muss.
Fazit: Die Mietwohnschutzinitiative ist grün.
Sie ermöglicht umweltfreundliche Sanierungen,
bringt uns bessere Fenster statt billige
Küchen und wärmegedämmte Fassaden statt neue
Lavabos ab Stange.
>> Gastbeitrag in baz von den MV-Grossrät/innen Patrizia Bernasconi, Dr. Jürg Meyer und Heidi Mück (PDF)
>> Leserinnenbrief von MV-Präsidentin Kathrin Bichsel (PDF)
15. August 2008: Statistik bestätigt die Mahnungen des MV
Die offizielle Leerwohnungsstatistik, welche heute Freitag
veröffentlicht worden ist, bekräftigt die Skepsis des MV Basel gegenüber
der gängigen Basler Miet- und Wohnpolitik. Denn die Statistik belegt,
dass in Basel Wohnungsmangel herrscht (laut Bundesgericht bei einem
Leerwohnungsbestand von bis zu 2 Prozent), und dass in einzelnen
Bereichen (2- und 5-Zimmerwohnungen) gar die Grenze zur Wohnungsnot
(Bundesgericht: 1 Prozent und weniger) erreicht ist.
Mit seiner Mietwohnschutzinitiative, die am 28. September 2008 zur
Abstimmung gelangt, will der MV Basel, dass die durchschnittlichen
Mietwohnungen wieder bezahlbar werden. Die gängigen
Leerwohnungsstatistiken sagen darüber direkt nichts aus, indes geht man
von Folgendem aus: je tiefer die Leerstandsquote desto höher die Mieten.
Auf Grund seiner Erfahrungen ist dem MV Basel klar, dass die
durchschnittliche Mietzinsbelastung in Basel zu hoch ist. Zu hoch
bedeutet, dass eine durchschnittliche Mietpartei mehr für die Miete
ausgeben muss, als sie von ihrem persönlichen finanziellen
Haushaltbudget gut verkraften kann.
Da solche Statistikzahlen über zu hohe Mietzinsbelastungen in Basel
soweit ersichtlich nicht erhoben werden, sieht die
Mietwohnschutzinitiative des MV Basel neben ihrer mässigenden Wirkung
auf die Mietzinse auch die Stärkung des Statistischen Amtes und die
Erarbeitung solcher Basisdaten zur Mietzinsbelastung vor.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
15. August 2008: Der MV empfiehlt Christoph Brutschin als Regierungsrat
Der MV Basel empfiehlt der gesamten Basler Mieterschaft, darunter auch
die über 9'000 Mitglieder des MV, die Wahl von Christoph Brutschin in
die Regierung am 14. September 2008. Der MV erwartet aber von Brutschin
konkrete Unterstützung für vom MV formulierte künftige Anliegen,
insbesondere beim Abbruchschutz im geltenden Gesetz für preisgünstige
Wohnungen (Kürzel: GAZW).
Der Entscheid ist dem MV nicht leicht gefallen, da Brutschin das
Kernstück des MV ablehnt, nämlich die Mietwohnschutzinitiative, für die
der MV am 28. September ein kräftiges JA empfiehlt. Brutschin stösst
sich an der Form der Initiative. Da Brutschin aber ebenso klar zu Inhalt
und zielen des bestehenden Gesetzes (GAZW) steht - welches die
MV-Mietwohnschutzinitiative erhalten und ausbauen möchte -, macht eine
Empfehlung zu Gunsten Brutschins für den MV-Vorstand dennoch Sinn.
Der MV formuliert aber seine klare Erwartung, dass Christoph Brutschin
sich als Regierungsrat für ein integrales GAZW sowie für weitere vom MV
für wichtig erachtete wohngenossenschafts- und mietpolitische Anliegen
eintreten wird.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
12. August 2008: Der MV kommt mit starkem 5er-Team
Seine Wahl- und Abstimmungskampagne präsentiert heute der MV Basel. Mit
vier Plakaten, auf denen jeweils eine von Sanierungserhöhungen bzw.
Massenkündigungen direkt betroffene Person JA zu fairen Sanierungen zu
bezahlbaren Mieten verlangt, will der MV die Öffentlichkeit für seine
Anliegen gewinnen.
Bei den kantonalen Gesamterneuerungswahlen (14. September 2008) möchte
der MV jede Mieterin und jeder Mieter darauf "lüpfen", auf den eigenen
Wahlzettel die entsprechende Person des Mieterinnen- und Mieterverbands
Basel 3 mal mit aufzuschreiben.
Gerade in den kommenden Monaten und Jahren wird es wichtig sein, dass
sich mieterfreundliche Ratsmitglieder jenen Anliegen annehmen, die
anderswie totgeschwiegen würden. Zu denken ist nur an den weiteren
Verlauf der Frage, ob der vom Volk gewünschte Erhalt der Rosentalhäuser
auch tatsächlich parlamentarisch garantiert werden kann.
Dass die kantonalen Wahlen und die so wichtige Abstimmung über die
Mietwohnschutzinitiative innert nur vierzehn Tage voneinander angesetzt
werden, hält der MV Basel für wenig demokratisch. Dies ist vielmehr
geeignet, die Wählerschaft/Stimmbürgerschaft zu verwirren und zu
falschem Verhalten anzuleiten.
Der MV Basel hat daher vorsorglich bei den zuständigen Behörden geltend
gemacht, dass auch JA-Stimmen in Wahlkuverts und ähnliche
Vorgehensweisen von Stimmenden/Wählenden als gültig erachtet werden.
Zum Mediencommuniqué betreffend seine optimal geeigneten bisherigen
Grossrät/innen sowie die Neuen geht es hier.
24. Juni 2008
Erfolgreich führt der MV seine 101. Jahresversammlung durch. Obwohl das schwülheisse Wetter sowie der späte Termin kurz vor den Ferien wohl viele Mitglieder vom Besuch abgehalten haben dürfte, konnte der gut gelaunte MV-Vorstand 65 Mitglieder in den gemütlichen Zoo-Restaurants begrüssen.
Erfolgszahlen konnten die Kassierin Franziska Jenny und die Geschäftsleiterin Patrizia Bernasconi präsentieren. So stieg die Mitgliederzahl - zum zehnten Mal hintereinander - an, diesmal um 3,6 Prozent. Die hohe Schwelle von 9'000 zahlenden Mitgliedern konnte überschritten werden.
Auch die "Kampfkasse" für die Abstimmung JA zur Mietwohnschutzinitiative vom 28. September 2008 (wie auch für die Grossratswahlen vom 14. September 2008) ist nicht schlecht gefüllt. Dennoch benötigen wir weitere Spenden, um der Übermacht der gegnerischen Immobilien- und Wirtschaftskreise gegenüber bestehen zu können sowie auch unsere politische Arbeit nach dem Abstimmungs- und Wahlseptember erfolgreich weiterführen zu können.
Längst hat auch der Mittelstand zu unserem Verband gefunden. Immer breitere Bevölkerungsschichten erhoffen sich von unserem Engagement, dass bezahlbare Wohnungen erhalten bleiben und der Verdrängung der "Durchschnittsmietpartei" aus dem Stadtkanton ein Ende bereitet wird.
Natürlich bleibt auch unsere Kernkompetenz - die Rechtsberatung sowie die Vertretung durch unsere Vertrauensanwältinnen und Vertrauensanwälte - voll gewahrt. Die Zahl der qualifizierten Einzel-Rechtsberatungen ist (zusammen mit dem MV Baselland & Dorneck-Thierstein) mittlerweile auf über 13'000 gestiegen.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
4. Juni 2008
Mit 13 Stimmen zu Gunsten der Mietwohnschutzinitiative, aber grossem Mehr dagegen endet die Debatte im Grossen Rat.
Wie erwartet wird Endzeitstimmung heraufbeschworen für den Fall der Annahme unserer Initiative.
Bloss "BastA!" nahm die Argumente der Mieterinnen und Mieter auf und unterstützte das Anliegen, mit der Initiative bessere Sanierungen zu ermöglichen.
>> Mediencommuniqué des MV Basel (PDF)
3. Juni 2008
Ungehörig und vollkommen überraschend ist das regierungsrätliche Vorgehen zu den Rosentalhäusern. Womöglich wird gar das rechtliche Gehör der einsprechenden Anwohnerschaft verletzt.
Die Einsprechenden scheinen jedenfalls übergangen zu werden. Was die Öffentlichkeitsarbeit der Regierung angeht, so wird darin nicht einmal mehr erwähnt, dass es Widerstand seitens der Anwohnerschaft gibt.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
3. Juni 2008
Die "Basler Zeitung" berichtet über das regierungsrätliche Antwortschreiben, ohne aber gross auf die vom MV Basel gerügten zahlreichen Ungereimtheiten und die eine Falschinformation einzugehen.
Zum Beitrag in der "Basler Zeitung" von heute geht es hier.
30. Mai 2008
Der Regierungsrat nimmt die IWB in seiner heute veröffentlichten Beantwortung der Interpellation unserer Geschäftsleiterin und Grossrätin Patrizia Bernasconi nur halbherzig in Schutz.
In einer ersten Stellungnahme verweist der MV Basel auf zahlreiche Ungereimtheiten und eine Falschinformation.
Zum regierungsrätlichen Antwortschreiben auf die Interpellation Patrizia Bernasconi geht es hier.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
29. Mai 2008
Eine Aufsichtsbeschwerde gegen die IWB reicht der MV Basel bei der Vorsteherin des Baudepartements ein.
Zudem reicht ein von Energieliefersperre betroffener Mieter, vertreten durch den MV Basel, eine Klage gegen die IWB ein.
Per Mediencommuniqué umschreibt der MV Basel nochmals die Hintergründe zu den Vorgängen, die er bereits am 12. Mai 2008 (siehe unten) publik gemacht hat. Die IWB haben in der Zwischenzeit ihre Praxis bekräftigt, anstatt sie zurückzuziehen.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
Zur Aufsichtsbeschwerde des MV Basel gegen die IWB geht es hier.
23. Mai 2008
Seinen Bericht an den Grossen Rat zu unserer Mietwohnschutzinitiative veröffentlicht der Regierungsrat.
Er lässt dabei kein gutes Haar an der Mietwohnschutzinitiative, die von vielen von Abbrüchen, Massenkündigungen und sinnlosen Billigsanierungendirekt betroffenen Mietparteien sehnlichst erwartet wird.
Weiteres hierzu findet sich unter www.mietwohnschutzinitiative.ch.
14. Mai 2008
Weitere Hürde geschafft!
Der Grosse Rat hat einstimmig die rechtliche Zulässigkeit unserer Mietwohnschutzinitiative festgestellt, dies bei den zwei vom Regierungsrat festgehaltenen Ausnahmen (siehe unser Eintrag unten unter "15. April 2008").
In Voten der MV-Vorstandsmitglieder und Ratsmitglieder Patrizia Bernasconi (Basta! Fraktion Grünes Bündnis) und Dr. Jürg Meyer (SP) kam zum Ausdruck, dass die eine Ausnahme zur Zulässigkeit zwar fragwürdig sei, weil eine verfassungskonforme Auslegung möglich ist, dass man dennoch dem Regierungsvorschlag zustimme.
Dies geschehe im Interesse der Sache und um raschestmöglich eine politische Debatte über die teils unzumutbaren Rahmenbedingungen der Mieterinnen und Mieter im Stadtkanton zu erreichen.
Informationen zur Debatte siehe auch www.mietwohnschutzinitiative.ch.
13. Mai 2008
Viel zu wenig billiger Wohnraum in Basel: Das ist, was die "Basler Zeitung" (BaZ) in einer "Umfrage" meldet.
Auf die Frage: "Hat Basel zu wenig billigen Wohnraum" haben laut BaZ von heute 78 Prozent mit "Ja" geantwortet und bloss 22 Prozent mit "Nein". Natürlich ist dies (bei 212 gegen 61 "Stimmen") nicht repräsentativ.
Dennoch darf man dieses "Ja" als deutlichen Fingerzeig werten, zumal unsere Antwort auf die Frage der BaZ - die Mietwohnschutzinitiative - bei unseren Mitgliedern von Links bis Rechts auf grosses Verständnis stösst.
12. Mai 2008
Zur IWB-Affäre hat MV-Geschäftsleiterin und Grossrätin Patrizia Bernasconi eine Interpellation eingereicht, mit der sie dem Regierungsrat diverse kritische Fragen zum Verhalten der IWB stellt.
Zum Wortlaut der Interpellation von Patrizia Bernasconi geht es hier.
7. Mai 2008
In einer ersten Rückmeldung geben sich die IWB auch als Reaktion auf unser Mediencommuniqué uneinsichtig.
Dies sei Sache ihrer Rechtsabteilung, heisst es gegenüber dem MV Basel. Zu ihrer Rolle als öffentlich-rechtliche Anstalt sowie zu ihren Pflichten gegenüber der Gesamtbevölkerung wollten sich die IWB zunächst nicht äussern.
6. Mai 2008
Obwohl sie jederzeit pünktlich Miete und Nebenkosten-Akontozahlungen leisten, werden die Mietparteien mehrerer Liegenschaften von den IWB wie säumige Zahlende behandelt.
Die IWB drohen ihnen an, Strom und Wasser einzustellen und warnen davor, sie übernähmen keine Haftung für Schäden, die aus der Stromsperre entstehen.
Zur Begründung nennen sie lediglich, dass der Vermieter - welcher die monatlichen Gelder der Mietparteien einzieht - bei den IWB trotz mererer Mahnungen offene Rechnungen aufweise.
Der Vermieter - eine AG mit Sitz im steuergünstigen Zug - hat laut Mieterangaben in der Vergangenheit häufig Mühe bekundet damit, ihre Pflichten zu wahren. So seien Nebenkostenabrechnungen nicht erstellt und notwendige Reparaturen nicht ausgeführt worden.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
21. April 2008
Ohne Not und trotz hervorragendem Geschäftsergebnis kündigt die Basler Kantonalbank eine mietzinstreibende Erhöhung des Hypothekarzinses von 3,25 auf 3,5 Prozent an.
Der MV Basel kritisiert dieses Verhalten.
Den Mieterinnen und Mietern rät der MV dringend, kommende Mietzinserhöhungen bei ihm genau überprüfen zu lassen. In vielen Fällen sind solche Erhöhungen unzulässig und anfechtbar.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
18. April 2008
Erfreut ist der MV Basel, dass der umfangreiche Gesetzestext, den er in seiner wichtigen Mietwohnschutzinitiative vorschlägt, bis auf kleine Spitzfindigkeiten der Amtsjuristen als rechtlich zulässig erklärt worden ist.
Dies ist angesichts des eisigen Windes, den die Behörden gegenüber unseren Mietwohnschutzanliegen entfachen, ein weiterer Zwischenerfolg.
Die Behörden, zur Erinnerung, geben sich seit einiger Zeit betont investorenfreundlich und schieben die berechtigten Anliegen der Mieterbewegung regelmässig zur Seite.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
15. April 2008
Als in sozusagen allen Belangen rechtlich zulässig bezeichnet der Regierungsrat unsere Mietwohnschutzinitiative. In zwei Punkten hat er formale Einwände.
Jetzt soll die Initiative zur Abstimmung kommen und möglichst vielen unter dem Investorenverhalten leidenden Mietparteien Unterstützung bringen.
Für den einen Einwand fühlt sich der MV Basel nicht zuständig, da er die Bestimmung wörtlich aus dem geltenden Recht übernimmt. Dem anderen Einwand widerspricht der MV Basel und betrachtet ihn als formalistisch.
Der MV Basel hält die grundsätzliche Zulässigkeit für ein sehr gutes Zwischenergebnis. Indirekt bescheinigt der Regierungsrat dem MV Basel damit, den aufwändigen Gesetzestext gründlich vorbereitet und erarbeitet zu haben.
Details auf unserer website www.mietwohnschutzinitiative.ch.
30. Januar 2008
Einen positiven Abschluss findet die unselige Massenkündigungssache in den Fälbi-Häusern auch in der "Basler Zeitung".
Berichtet wird zurückhaltend, aber korrekt darüber, dass das erstinstanzliche Urteil - wonach die Massenkündigungen missbräuchlich und damit ungesetzlich sind - rechtsgültig geworden ist.
Zum Beitrag in der "Basler Zeitung" von heute geht es hier.
29. Januar 2008
Missbräuchlich und damit ungesetzlich sind die Massenkündigungen in den Stamm-Yakin-Häusern an der Feldbergstrasse 1, 3 und 5.
Das entsprechende erstinstanzliche Urteil ist nun rechtskräftig geworden, nachdem die Investorenseite einen dagegen ursprünglich erhobenen Rekurs zurückgezogen hat.
Die betroffenen Mieterinnen und Mieter zeigen sich erleichtert und froh, auch wenn sie - ein Wermutstropfen - jetzt neue Mietverträge abgeschlossen haben, die leicht höhere Mieten vorsehen als die bisherigen.
Der Erfolg ist ein doppelter:
Zum Einen sind die Kündigungen vom Tisch, wie der MV Basel von Anfang an gefordert hat. Zum Anderen sind auch die überhöhten Mieten - "Marktmieten", wie die Investoren behaupteten - nicht umgesetzt worden. Stattdessen haben die bis zuletzt noch engagierten sechs Mietparteien gegenüber heute leicht erhöhte, gegenüber den ursprünglichen Stamm-Yakin-Plänen aber weit tiefere Mieten zu bezahlen.
Für den MV Basel ist dieses Ergebnis einerseits ein voller Erfolg, zum anderen aber auch eine Warnung an andere Investoren, sich nicht mit Wildwestmethoden auf dem Wohnungsmarkt ungerechtfertigte Zusatzrenditen zu verschaffen.
In einem Beitrag berichtet auch "telebasel" über diesen Erfolg.
18. Januar 2008
Der Beitrag zu den Stamm-Yakin-Häusern in der "Basler Zeitung" ist etwas unscharf und vor allem von der Optik des Eigentümers und Haudegens Stamm geprägt.
Nicht herausgearbeitet wird insbesondere, dass die Mietparteien von der Last der ungerechtfertigten Massenkündigungen befreit wurden und dass dies nur dank massiven gemeinsamen Drucks zusammen mit dem MV Basel erreicht werden konnte.
Derzeit sind noch 6 Verfahren vor Mietgericht hängig (auch der Text zur Rolle der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten bleibt unpräzis, ja falsch). Wir werden über den weiteren Verlauf und den Erfolg der leidigen Angelegenheit berichten, sobald die Situation geklärt werden konnte.
Schon heute ist jedoch festzuhalten, dass der Kampf gegen die Massenkündigungen sich für alle Mietparteien gelohnt und Dankbarkeit für die aktive Rolle des MV Basel ausgelöst hat.
Zum Beitrag in der "Basler Zeitung" von heute geht es hier.
18. Januar 2008
Zum neuen Paritätischen Basler Mietvertrag (BMV_2008) berichtet die "Basler Zeitung" korrekt. Einzige Ausnahme: Die erwähnte Reinigungspauschale liegt nicht "neu" bei 6 Franken pro Quadratmeter, sondern bleibt unverändert in dieser Höhe.
Zum Beitrag in der "Basler Zeitung" von heute geht es hier.
17. Januar 2008
Gemeinsam mit dem Hauseigentümerverband Basel-Stadt (HEV) hat der MV Basel den neuen Basler Mietvertrag (BMV_2008) der Öffentlichkeit präsentiert.
Bei Nebenkosten kann der Vermieter im neuen Basler Mietvertrag keine halben Dinge mehr machen: Die Art der ausgeschiedenen Nebenkosten ist auf Heizung, Wasser/ARA, Warmwasser und Hauswart beschränkt, weitere (die Miete künstlich verteuernde) Faktoren wie Serviceverträge, Lifttelefon etc. sind ausgeschlossen.
Der BMV_2008 verbessert auch die Situation von Mietparteien im AHV-Alter oder mit IV-Rente, indem er den Termin für die Mietzinszahlung auf den 6. des laufenden Monats verlegt (in den jetzigen Mietverträgen i.d.R. Ende des Vormonats). Dies vermindert den Stress Vieler, weil ja die Rente ebenfalls erst anfangs Monat eintrifft.
Daneben gibt es viele weitere kleine Verbesserungen für den Alltag der Mietparteien, sofern sie bei einem Wohnungswechsel den neuen Mietvertrag abschliessen.
Der MV Basel sieht im Basler Mietvertrag 2008 den aktuellen sozialen Standard. Er ruft alle Mietparteien, die vor einem Wohnungswechsel stehen, dazu auf, vor Vertragsverhandlungen nachzufragen, ob der BMV_2008 verwendet wird. Wenn ja, dann deutet dies auf ein faires Mietverhältnis hin. Wenn nein, so muss sich der Vermieter im Einzelfall die Frage gefallen lassen, wieso er unter den neuen sozialen Standard geht. Jedenfalls deutet ein "Nein-Sagen" nicht unbedingt auf ein faires künftiges Mietverhältnis hin.
Zum Mediencommuniqué des MV Basel geht es hier.
7. Januar 2008
Der MV Basel reicht seine erfolgreich gesammelte Mietwohnschutzinitiative ein. Zu den 3001 beglaubigten Unterschriften sind noch 164 weitere hinzuzuzählen. Die Unterschriften konnten ausnahmslos aus den eigenen Reihen gesammelt werden - ein Ergebnis, das in Basel kaum ein politischer Verband sonst leisten kann.
Die Initiative strebt energieeffiziente Wohnungssanierungen an.
Zugleich sieht sie ein Massnahmenpaket vor, welches Jung und Alt im Stadtkanton vor Fehlsanierungen und überzogenen Mietzinserhöhungen schützen soll.
Zum Wortlaut unseres Mediencommuniqués geht es hier.
1. Januar 2008
Das Jahr 2008 bedeutet erneut ein Jubiläumsjahr für den MV Basel: 100 Jahre Rechtsberatung. Diese wichtigste Dienstleistung des Verbands gibt es seit bereits 100 Jahren.
Das heute fast schon als selbstverständlich durchgeht - die optimale Beratung durch die bestqualifizierten Mietrechtsspezialistinnen und -spezialisten in Basel -, war vor 100 Jahren noch etwas völlig Aussergewöhnliches. Die Worte und Taten der "Oberen" als rechtswidrig oder missbräuchlich anzuzweifeln war damals noch wenig bekannt. Umso stärker ist diese Pionierleistung des MV Basel zu werten.
Insgesamt steht der MV Basel nun im 117. Jahr seiner Existenz, wenn man den 1891 gegründeten Mieterschutzverein hinzuzählt. Eine archivarisch noch nicht vollständig erforschte Lücke zwischen den Jahren 1903 und 1907 (dem Datum der Neugründung des Verbands) verhindert vorläufig eine auch historisch klare Definition.
>> Weiteres Aktuelles aus den Vorjahren finden Sie im Archiv
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